Germania mit Mühe
Im Derby gegen den Nachbarn aus Elschbach erwischte die Germania einen guten Start. Bereits nach vier Minuten konnte sich Meintke im linken Mittelfeld durchsetzen und spielte diagonal auf die rechte Seite. Lars Boe war mitgelaufen und konnte den Ball am rechten Strafraumeck aufnehmen und zur 1:0-Führung verwandeln. Es war sein achter Treffer in den letzten sieben Spielen. In der 15. Minute nahm sich Christian Meintke ein Herz und zirkelte den Ball vom linken Strafraumeck ins Tor zum 2:0 — bereits sein 20. Treffer in dieser Saison. In der 45. Minute köpfte Drilon Hajdaraj einen Eckball von Prottung, der wegen des starken Windes nur schwer zu berechnen war, zur 3:0-Pausenführung ins eigene Netz.
Nach der Pause machten die Gäste mächtig Druck und die Germania gab das Heft aus der Hand. Die Folge war der 3:1-Anschlusstreffer durch Keller in der 57. Minute. Nach dem Treffer schien sich die Germania zu fangen, und Meintke erhöhte nach einem Solo auf 4:1. Wer dachte, jetzt wäre alles gelaufen, hatte sich getäuscht. Nur drei Minuten später verkürzte erneut Keller auf 2:4. Kurze Zeit später gab es Elfmeter für Elschbach. Hajdaraj entwickelte sich dabei zum Pechvogel des Tages: Zuerst ein Eigentor, und dann noch den Elfmeter verschossen. Im Anschluß rückte der Schiedsrichter in den Mittelpunkt des Geschehens, als er vier Zuschauer des Platzes verwies. In der Folgezeit hatten beide Mannschaften noch Chancen, und Elschbach nutzte eine davon zum 3:4 durch Hajdaraj. Dies war aber bereits in der 90. Minute, und die Germania ließ danach nichts mehr anbrennen.
Eine klare Führung wurde von der Germania beinahe verspielt. Über eine Punkteteilung hätte sich keiner beschweren dürfen. Am Sonntag geht es für die Germania zum Auswärtsspiel nach Erzenhausen. uh
Es spielten: Müller – Ladd, Wolodkiewicz, Schneider, Babicz – Prottung, David, Blügel, Boe, Meintke, Dochnahl. Ergänzung: Cetecioglu, Schirra, Seidelmann.